Der aktuellen Ausgabe der LUPE lag vor Weihnachten ein Verkehrs-Wunschzettel bei.

Der aktuellen Ausgabe der LUPE lag vor Weihnachten ein Verkehrs-Wunschzettel bei. Die zentrale Frage des SPD-Ortsvereins an die Altdorfer*innen lautete: Was wäre, wenn das Auto ein wenig von seiner Dominanz abgeben würde und andere Verkehrsträger an Sicherheit und Gleichberechtigung hinzugewinnen könnten – wenn wir uns für Altdorf einfach mal was wünschen dürften, was wäre das? Mögliche Antworten waren die Verbesserung des Radwegenetzes sowie der Situation an der Rieger-Kreuzung, eine Ausweitung von Tempo 30-Zonen, eine bessere Lenkung der Verkehrsströme aus der Innenstadt hinaus und die Verlagerung von Langzeitparkplätzen an den Ortsrand. Überdies war auch Platz für eigene Anregungen und Verbesserungsvorschläge vorgesehen. Und die Resonanz auf diesen kleinen Wunschzettel war riesig! Beinahe 200 Bürgerinnen und Bürger aus der Kernstadt und auch aus den Außenorten haben ihre Kreuzchen gemacht und eigene Ideen notiert, teils lagen den Wunschzetteln ausführliche Erläuterungen und ganze Briefe bei. All das zeigt: Der Straßenverkehr ist in Altdorf ein Thema, das wir unbedingt angehen müssen.

Insbesondere die Situation an der Rieger-Kreuzung muss künftig besser gelöst werden, da dies wiederum Auswirkungen auf den Durchgangsverkehr in der Innenstadt haben wird. Über die Hälfte der Umfrageantworten sehen dies als vordringlich. Eng damit zusammen hängt die fast ebenso häufige Forderung, dass der Durchgangsverkehr aus der Innenstadt heraus gelenkt werden soll. Dafür muss die Steuerung des Verkehrs an den Ortseingängen entsprechend überdacht werden.

Fast die Hälfte der Teilnehmer*innen forderte eine Verbesserung des Radwegenetzes in und um Altdorf. Das ist verständlich, denn wer selbst mit dem Fahrrad in Altdorf unterwegs ist, merkt schnell: Eine durchgehende Beschilderung fehlt, Radwege führen nicht durchgängig durch die Stadt und Radfahrer werden an vielen Stellen vom Auto an den Rand gedrängt. Auch hier gibt es großes Verbesserungspotenzial, zumal das Fahrrad aus ökologischen und ökonomischen Gründen immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Ebenso sollten wir über die Ausweitung von Tempo 30 Zonen nachdenken – beinahe die Hälfte der Umfrageteilnehmer*innen hatten hierfür votiert. Dieses Thema wird in vielen deutschen Kommunen bereits aktiv angegangen. Auch in Altdorf und seinen Außenorten gibt es hier in Sachen Verkehrssicherheit sowie Vermeidung von Lärm und Feinstaubbelastung erhebliches Verbesserungspotential.

Der SPD-Ortsverein wird sich in enger Abstimmung mit der Stadtratsfraktion im Detail mit den Ergebnissen befassen, die Machbarkeit der Vorschläge prüfen und an einer Umsetzung arbeiten. Manche Vorhaben sind zwar eher langfristiger Natur, aber einiges kann sicher auch kurzfristig umgesetzt oder zumindest verbessert werden. Das Generalverkehrsgutachten, dass von der Stadt für dieses Jahr in Auftrag gegeben wurde, wird sicher weitere wertvolle Informationen liefern.

Unser Ziel ist dabei immer, eine Verbesserung der Situation für möglichst viele Menschen zu erreichen, indem wir neben dem Autoverkehr auch alle anderen Verkehrsteilnehmer*innen in den Blick nehmen.

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